Au weia

so, da isses passiert. Ich habe seit nunmehr 3 MOnaten nix mehr geschrieben und hatte nichtmal einen Grund dazu. Ich habs einfach verpennt, vergessen, verdrängt, mir nicht die Zeit genommen - dabei ist eigentlich ne ganze Menge passiert.
Ich fang ma vorne an: Sylvester (is das jetzt die Katze oder schreibt man(n) das heutzutage so?) war ja ne fette fedde Paahhdy (Jargon meiner Freundin Monia, welche damit ein Lied imitiert). Und diese Party war, ohoooo ohohooo, gut. Wir haben also in Bonn gefeiert und gefetet und uns die Baäuche und Hucken vollgehauen. Pünktlich null Uhr waren wir dann auf der Victoriabrücke um mit anderen vollgehuckten Menschen den Jehreswechsel zu begehen. Strunzdicht waren die meisten, wir aber, erpicht auf das schöne Feuerwerk haben uns zurück gehalten. Zurück in der Wohnung, dem Bauche des Bösen ging der Spass erst richtig los. Die musik wurde lauter und besser (ja, ich war DJ - es lobt mich ja sonst keiner ;o) ) - die Erde bebte und alle hüpften im Takt. Der nächste morgen war wüst und grau. Ein geruch verfaulten Fleisches hing in dem Dunst der mal Luft darstellen sollte. Eine Wohnung war das nicht mehr, eher ein Moloch als ene Stätte der Begegnung. Halbtote Schnapsleichen säumten den Weg und man fragte sich nur - warum? Ich kann es sagen - weil mans kann! (wie mit den Hunden und Katzen)

Das nächste grosse Ereignis welches meine Welt erschütterte und meinen Horizon brutal auseinander riss hieß Kazachsten. Das "z" in Kazachstan steh für zerreissen! Wie die Stadt und die Fluglinie waren auch wir von dem Eindruck Alma Atas zerrissen. Eine Stadt jenseits der Vorstellungskraft mit Autos soweit das Auge reicht und einer Atemluft die an warmen Tag bis auf 2500 kriecht um ihre gelb-schwarzen Dunst zu versprühen. Die Stadt ohne Abend, ohne NAcht und Morgen es pulsiert das Leben, egal zu welcher Uhrzeit - meistens angetrieben durch den Laut der Sirenen und Motoren knattern. Ein Film wie "Die Wächter der Nacht" gibt die Stimmung einer 2 millionen Einwohner- Stadt in Kazachstan gut wieder. Glücklicherweise und damit auch grossen Dank an Monias Vater und Alex hatten wir die möglichkeit, unserem schnell lieb gewonnenen Sumpf zu entkommen. Periodisch und das häufig als bei Frauen fuhren wir ins Tian Shan Gebirge um Ski zu fahren. Es war der pure Horror. Der erste Tag fühlte sich für mich an wie einmal in die Hölle und zurück, ich habe mir gewünscht das mich doch bitte jemand dahin zurück schiebt wo Skifahren unwichtig zu sein scheint - in den Mutterleib. Es verging nur ein Tag und ich hatte den Spass meines Lebens. Skifahren - eine Odyssee von Hölle in den Himmel. Es war einfach grossartig! Nachdem sich meine Muskulatur an die sehr unbarmherzigen Stürze und Bewegungen gewöhnt hatten (vielen Dank ans Kleinhirn und die Basalganglien) war es göttlich. Einmal Himmel und zurück (der Lift halt). So plätscherte de Zeit in Kazachstan dahin, MOnia lernend für Anglistik ZP und Ich für Psychologie ZP. Astana Air hat uns dann auch gesund zurück gebracht.
Leider, zumindest für Monia, läutete die Ankunft in Bonn eine sehr schwere Lern und Lebenserfahrung für uns beide ein. Wir würden 2 Wochen am Stück getrennt sein. Tränen fielen beim Abschied zwar nicht aber unsere Herzen weinten bittere Tränen. Das bekam auch Germanwings mit und wollte prompt nicht starten. Manche könnten ja behaupten Robert sei an diesem Malheur schuld (zur Verdeutlichung bei 60 Flügen ist bis jetzt nichts ähnliches wie die nächste Geschichte passiert...) Die Geschichte trug sich folgendermaßen zu: Wir stiegen ins Flugzeug ein um unseren Flug von Dresden nach Bonn anzutreten. In der Maschine angekommen wurde wir um einige Minuten Geduld gebeten (wir hatten es uns bequem gemacht, Gepäck verstaut und waren daher auch nicht sauer). Ein komische Gefühl beschlich uns schon als das Kabinenlicht flackerte und irgendwie kein rechter Saft ins Flugzeug kam. Letztendlich sprach dann der Kapitän zu uns um uns daraufhin zuweisen das die elektrk in dem tollen Airbus ausgefallen war (zum Glück das ihnen das am Boden aufgefallen ist) und das wir das Flugzeug verlassen müssen um auf ein Ersatzflugzeug zu warten.

Wie es in Dresden und Hoyerswerda weitergeht folgt in 4 Monaten.

30.3.06 22:22

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Meixner, Michael (12.4.06 23:10)
Lieber Paul, das ist interlektuelles Gewäsch - Schreibe wie Du redest und Du schreibst schön (Goethe).Ich hoffe Dein nächtes Werk ist inhaltlich
und sprachlich so gut, wie der Berichtüber UK.
MfG MIX

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